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Wie lerne ich richtig?

Was war Ihre schönste Lernerfahrung? Was Ihre schlimmste? Wann haben Sie das letzte mal gesagt: "Das passiert mir nie wieder" und wann haben sie das letzte Mal gedacht: "Das lerne ich nie"?

Kennen Sie eigentlich das sogenannte entdeckende Erfahrungslernen? Es ist die Lernform, die sich weltweit in der Erwachsenenbildung spontan und ohne große PR-Maschine am meisten durchgesetzt hat.

Wie Erfahrungslernen funktioniert?

Try and error. Analyse and think, sortiere durch nachdenken plus: das neu Gelernte verstärken durch sofortiges Wiederholen. Das ist das Erfolgserlebnis. So lernen wir alle im Leben, bloß wir nennen es nicht so. AEG Aus Erfahrung Klug (Gut).

Es gibt drei Grundprobleme beim Lernen:

1. Die Selbstmotivation.

2. Das Herausfinden der besten Lösung.

3. Das Verankern im Alltag.

Und in allen drei Bereich haben wir unsere schmerzhaften Negativ-Erfahrungen bereits in der Schule machen dürfen.

Selbstmotivation wurde vor allem mit Angst erzeugt. Angst vor der Blamage, Angst vor der Prüfung, Angst vor den Eltern usw. Die Freude am Anwenden oder der Nutzen im täglichen Leben, das war und ist nicht das Metier der Pädagogen.

Die optimale Lösung wird zumeist von der Kanzel verkündet, stand in den Büchern und musste auswendig gelernt. Nichts mit "selber entdecken", mit vergleichen oder durch ausprobieren hoch optimieren. Wie war das mit Vokabeln und Formeln pauken? Grammatik und Rechtschreibung.

Und das Verankern im Alltag erübrigte sich: Was davon brauchte man denn wirklich später von den über 90% an "Wissen"!

Die Lern-Erfahrungen, die einem spontan einfallen, sind oft schmerzhaft und negativ. Kränkungen, Demütigungen, ausgelacht werden, überflüssiges Zeug lernen. Das ist die emotionale Quintessenz von dem, was in unserem Langzeitgedächtnis von Lernen, Schule und Lehrern übrig geblieben ist.

Und das wird eben selten korrigiert von den wenigen Politik-, Heimatkunde- oder Religionslehrern, die anhand praktischer Alltags-Fragen lernen ließen. Dort ging es lebendig zu, wurde zumindest zeitweilig die eigene Meinung gefragt. Bis zu dem Augenblick, wo die Lehrer durch Machtgehabe oder durchsichtige Manipulationstechniken, wie Loben und Provozieren, ihr cooles letztes Image ins feindliche Lager hinüber retteten.

"Ein zu düsteres Bild sei das!" wird vielleicht jetzt dieser oder jener denken. Ja und nein. Auch ich habe mich als Frohnatur, die ich immer auch als Schüler schon war, mehr mit den Dingen beschäftigt, die Lust brachten und Spaß machten. Aber seitdem ich weiß, wie schön, lebendig und wertvoll Lernen sein kann, bin ich nur noch empört über alle Kultusministerien, und sogenannten Pädagogen.

Für mich wurde das Thema Lernen 1974 akut. Ein farbloser Dozent der Psychologie, dessen Namen ich vergessen habe, erläuterte uns die Tendenz zur "guten Gestalt". Das Grundphänomen der Gestaltpsychologie. Das Unterbewusstsein selber sorge dafür, dass sich eine Beobachtung oder Erkenntnis automatisch mit der Tendenz zu einer guten Gestalt abspeichere. Wenig später kam der Zeigarnik-Effekt dazu. Eine nicht abgeschlossene Aufgabe z.B. die man aus äußeren Gründen nicht vollenden kann, würde vom Unterbewusstsein so lange weiter bearbeitet, bis sie irgendwie stimmig gemacht ist.

Der Organismus/das Unterbewusstsein/die Psyche lerne quasi seine Sachen von selber zu Ende. Wenn er nur motiviert genug dafür sei. Phantastisch.

Als Student war ich bis zu Ende des 2. Studienjahrs von einem extremen Ehrgeiz getrieben. Ich wollte mir selber beweisen, dass die Lehrer irrten. Auf meinem Dorf in den ersten 8 Schuljahren war ich einer der Besten. Lernen fiel mir leicht, ich hatte sehr gute Noten und hielt mich einfach für klug. In der Stadt war ich nur Mittelmaß und mein Unterbewusstsein verarbeitete das als "vielleicht bin ich ja doch dumm". Weil ich bei der Armee auch vieles falsch machte, wurde mein Selbstwerterleben auch nicht gerade gestärkt. Dann machten wir im Seminar "Psychodiagnostik" mit uns den ersten Intelligenztest. Das war der schwärzeste Tag in meinem Leben. Heimlich hatte ich immer noch gehofft, irgendwie genial oder so zu sein. Die Normen für Intelligenz sind so: unter 70 ist man debil. Bis 80 ist man blöd. Unter 90 ist man unter durchschnittlich intelligent. Zwischen 90 und 110 ist man normal intelligent. Über 110 ist man überdurchschnittlich intelligent. Das war das mindeste für einen zukünftigen Akademiker. Über 130 ist man genial, das dachte ich, seien die meisten Mediziner. Ich hatte eine Intelligenz von 99. Elender Durchschnitt. Ich verachtete mich und dehnte diese Verachtung auf meine Erzeuger und meine soziale Herkunft aus.

Also, ich hatte ein Motiv: fleißig zu lernen. Ich habe zwei Jahre gelernt wie ein Jesuiten-Weltmeister. Meine Karteikarten waren die besten und begehrtesten. Um die Prüfungszeit Ende des Studienjahres standen die ganz großen Prüfungen an: Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Methodik und Sozialpsychologie. Ich schloss alles mit eins ab. Ich hatte es mir bewiesen.

Womit hatte ich einen durchschnittlichen Geist so hochgetunt? Mit einer ziemlich reinen Form von Superlearning. Ich lag wie im Halbschlaf auf meiner Liege und lernte meine Karteikarten auswendig. Als Grundlage dazu hatte ich mir die 3QR Technik beigebracht.

3QR heißt folgendes: zu jedem Text stellt man sich vorher Fragen. Über die Beantwortung der Fragen wird der Lernstoff strukturiert.

Erst viele Jahre später, als ich die Methode des Superlearning kennen lernte, wusste ich, warum ich so gut war. Ich war während der gesamten Zeit des Karteikarten-Erstellens und des Lernens immer tief entspannt. Raum-Zeit-Gefühl aufgehoben. Gute Stimmung, keine Sorgen, gute Gefühle.

Im Alpha-Theta-Zustand braucht das Gehirn nur zwei Wiederholungen und alles ist im Langzeitgedächtnis. Wenn man etwas widerwillig lernt, hat man schlechte Gefühle, steht etwas unter der Ärgerdroge Adrenalin, regt sich vielleicht noch auf, ist ziemlich oft mit den Gedanken bei dem, was man jetzt viel lieber tun würde und ist alles andere als entspannt. Hier braucht man bis zu 13 Wiederholungen, bis etwas im Langzeitgedächtnis „sitzt“.

Darauf basieren Methoden wie Superlearning und Sita-Lernen. Hier wird erst gelernt, wenn man tief entspannt ist. Nach dem Hören klassischer Musik zum Beispiel oder nach einer bestimmten Tiefenatmung. Wer das einmal gemacht hat, schwört drauf. 40.000 Vokabeln in 6 Wochen.

Die modernen Steigerungen davon sind die Techniken des Speed-Reading oder und Photoreading. Wer das kann, lacht über andere.

Soweit eine Andeutung zu einer der wichtigsten Bereiche. Lernen funktioniert nur dann effektiv, wenn man entspannt, sorgenfrei und vergnügt ist. Das ist einer meiner Gründe, Trainer für Mentale Fitness und Mentalcoaches auszubilden.

Ich halte es für absolut unfair, dass die Pädagogik ihr überholtes statisches Intelligenzkonzept immer noch propagiert. Daraus geht ja hervor, man hat einmal einen solchen Wert, und den behält man lebenslänglich. Das ist biologistischer Unsinn. Mir hatte es das Selbstwertgefühl zerstört, weil ich dachte: so ist es und so bleibt es. Heutzutage wird dieser Unsinn noch wesentlich differenzierter betrieben. Man unterscheidet sieben Intelligenzen:

  1. Die sprachliche Intelligenz,

  2. die logisch mathematische Intelligenz,

  3. die musikalische Intelligenz,

  4. die interpersonale Intelligenz,

  5. die intrapersonale Intelligenz auch als emotionale Intelligenz bezeichnet,

  6. die räumliche Intelligenz und

  7. die körperlich kinästetische Intelligenz.

Hat man oder hat man nicht. Der Rest ist ein Geburtsfehler.

Das ist das Wichtigste zum Thema Wissenslernen.

Nur, wer wirklich entspannt ist, also im Theta-Zustand, lernt das Verändern von Einstellungen, das Erlernen neuer Fähigkeiten, das Visualisieren von Zielen. Der weltweite Siegeszug von Mentalem Training im Hochleistungssport und im Top-Management spricht darüber Bände.

Und doch ist es geheimes Herrschaftswissen geblieben. Die Pädagogik ignoriert es, die Machtverhältnisse der Beamten müssen aufrecht erhalten werden. Für wen eigentlich?

Das Thema Motivation ist das Top-Thema vor dem Lernen. Wann immer eine neue Software erlernt werden soll oder will zum Beispiel. Stress sollte da nicht angesagt sein, ist es aber. Weil es noch immer kaum irgendwelche Gebrauchsanweisungen gibt, die Spaß machen. Die meisten sind Meister im heimlichen Wettbewerb für Daueradrenalinerzeugung. Wie mache ich denjenigen, der etwas lernen will, am schnellsten fix und fertig. Dazu kommt ein ganz eigener Stressfaktor: Man liest die Dinger ja sowieso nur, wenn etwas nicht klappt. Und da herrscht schon Zeitnot. Unter Druck funktioniert es dann wieder nicht oder erst nicht oder geht dann noch mehr kaputt, und dann spätestens kracht‘s im Gemüt.

Dieser Test ist noch nicht vollständig und wird Stück für Stück vervollkommnet.

Bitte mailen Sie uns Ihre Fragen bzw. Statements zum Thema. Unter Dr.Ehrhardt@mental-fit.de